Mit Wurzeln in Deutschland und einem Büro in Thailand unterstützt unsere Kanzlei internationale Unternehmen, die in Südostasien investieren und operieren. Wir beraten vor allem Investoren, Gründer und Family Offices bei ausländischen Direktinvestitionen (FDI) in Thailand und verbinden internationale Standards mit tiefgehender lokaler Expertise. Dies erlaubt Mandanten einen (steuer- und förderungs-)effizienten Markteintritt, unterstützt Unternehmensstrukturierung bzw. Anlageplanung.
Unsere dementsprechend spezialisierte Thailand-Präsenz bietet umfassende Buchhaltungs- und CPA-Dienstleistungen an, um die vollständige Einhaltung thailändischer Vorschriften und internationaler Berichtserwartungen sicherzustellen. Von der täglichen Buchführung und den gesetzlichen Finanzberichten bis hin zu Steuer- und situativer Spezialberichterstattung helfen wir unseren Kunden, transparente und zuverlässige Finanzabläufe in Thailand aufrechtzuerhalten.
Neben der fortlaufenden Buchhaltungsunterstützung bieten wir spezialisierte Dienstleistungen in forensischer Buchhaltung und transaktionsbezogenen Angelegenheiten an, einschließlich finanzieller Due Diligence (DD) für M&A sowie strategische Investitionen. Indem wir finanzielle Expertise mit unserer internationalen Beratungserfahrung integrieren, erhalten Mandanten die Klarheit und das Vertrauen, das sie benötigen, um erfolgreich in Thailand zu operieren.
In den letzten Jahren sind Datenschutz- und Sicherheitsprüfungen sowie -berichterstattung zunehmend mit Finanzberichterstattung verknüpft worden. Unser Büro kombiniert diese Dienstleistungen und schafft so entsprechende Effizienzvorteile.
Was sind die thailändischen Rechnungslegungsstandards und wie hängen sie mit den IFRS zusammen?
In Thailand basiert der Rahmen für die Rechnungslegung auf Standards, die vom Verband der Wirtschaftsprüferberufe (TFAC) gemäß dem Wirtschaftsprüferberufsgesetz festgelegt und im Königlichen Amtsblatt veröffentlicht werden:
a. TFRS für PAEs (thailändische Rechnungslegungsstandards für „öffentlich rechenschaftspflichtige“ Unternehmen)
• PAEs sind Einrichtungen mit öffentlicher Rechenschaftspflicht – wie beispielsweise börsennotierte Unternehmen, Aktiengesellschaften, Banken, Finanzinstitute, Versicherungsgesellschaften, Investmentfonds usw.
• Diese müssen die Thai Financial Reporting Standards (TFRS) anwenden, also die offizielle thailändische Übersetzungen der IFRS. Neue (IFRS-)Standards werden (häufig mit geringfügigen Verzögerungen oder Änderungen) übernommen.
• Daher spiegeln die TFRS für PAEs weitgehend die regulären IFRS wider, was bedeutet, dass sie in Bezug auf Ansatz, Bewertung, Darstellung und Offenlegung stark an internationalen Standards ausgerichtet sind.
b. TFRS für NPAEs (Nicht „öffentlich rechenschaftspflichtige“ Unternehmen)
• Bei NPAEs handelt sich um Unternehmen ohne öffentliche Rechenschaftspflicht – meist handelt es sich um privat geführte Unternehmen und KMU.
• Sie verwenden einen vereinfachten Standard, bekannt als TFRS für NPAEs – der weiterhin lokal von dem TFAC entwickelt wird und auf dem IFRS-Konzeptrahmen basiert – jedoch mit vielen reduzierten oder weggelassenen Anforderungen, um Komplexität und Kosten zu verringern.
• Nicht börsennotierte Unternehmen können sich auch für die Anwendung der vollständigen TFRS (d.h. IFRS-konform) entscheiden, falls sie dies wünschen. Die TFAC-Leitlinien weisen darauf hin, dass die Wahl den Informationsbedürfnissen, der Nutzer der Finanzberichterstattung, entsprechen sollte.
Bitte beachten Sie zusammenfassend: Beide thailändischen Rechnungslegungsstandards basieren auf den IFRS-Grundsätzen. Allerdings entsprechen die thailändischen Rechnungslegungsstandards für PAEs den IFRS, während die thailändischen Rechnungslegungsstandards für NPAEs einem vereinfachten, auf IFRS basierenden Rahmenwerk entsprechen, das für kleinere Unternehmen konzipiert wurde.
Was sind die Hauptunterschiede zwischen TFRS für NPAEs und TFRS/IFRS.
Im Vergleich zu vollständigen IFRS (TFRS für PAEs) vereinfacht oder lässt TFRS für NPAEs mehrere Anforderungen weg:
| Thema | TFRS (PAEs / IFRS) | TFRS für NPAEs |
| Bilanz (Gewinn) | Erforderlich | Nicht erforderlich (optional) |
| Cashflow-Rechnung | Erforderlich | Nicht erforderlich (optional) |
| Finanzinstrumente | Vollständig-IFRS-basierte Bewertung und Wertminderung | Vereinfacht oder nicht erforderlich |
| Miet-/Pachtverträge | Nutzungsrechtliche Vermögenswerte und Leasingverbindlichkeiten gemäß IFRS 16 erfassen | Üblicherweise vereinfacht oder ausgeschlossen |
| Latente Steuern Steuerbuchhaltung (IAS 12) | Vollständige Anerkennung der Zeitunterschiede | Nicht erforderlich/nicht so detailliert (optional) |
| Optionen zur Bewertung/Neubewertung des fairen Werts | Weitgehende Anwendung | Begrenzt oder nicht erforderlich |
Kurz gesagt sind NPAE-Standards einfacher anzuwenden, können jedoch zu einer weniger detaillierten Berichterstattung führen als vollständig an International Financial Reporting Standards (IFRS) ausgerichtete Standards.